Mittwoch, 29. Dezember 2010

Weihnachten/Christmas


What to tell about christmas?
Yeah, first of all christmas was amazing and as sad as anything has ever been, too. So I thing this is called bittersweet. This christmas I got Jesus to know in very different ways. On christmas eve our philippino family ( that is Anneke and her fiancee Dieuwert from Holland, Daniel from Switzerland, Jen from Canada and Tamara and me from Germany) went to Faith Academy to have supper there and watch the sunset. Even though Jen has taken some christmas music with her I could not really focus on the sound of "silent night, holy night". The reason was that our neighbours really enjoyed the sound of Lady Gaga and other party music at the same time. But they listened to it quite loud so we "enjoyed" it, too :)
I still remember how Daniel, Jen, Tamara and me sat in one row and Dieuwert and Anneke in another. Anneke and Dieuwert have had a wonderful time together. They talked and laughed and have had fun. At the same time we, who have been without any of our family, friends or sweethearts just starred at the sunset thinking of them... That is what I've meant by saying it was very sad.
Christmas here seemed to be like a big fake. Until now I could not get it that it was no joke. I mean life went on as always: traffic, people on the street, shops open and then it should be silent and holy night??? Just hard to imagine...
But the following days have been such a blessing to all of us.
We have had so good talks. I listened to worship music and instead of hurring all the time I could really relax and be with Jesus as I've never been before!
Thank you Jesus!

Samstag, 18. Dezember 2010

Trauerfeier/funeral

Vor einiger Zeit habe ich die Nachricht erhalten, dass eine Filippina, die auch bei Bukang Liwayway mitarbeitet und schwanger war, als ich sie gesehen habe, eine Fehlgeburt hatte. Eine sehr traurige Nachricht war das für uns, die wir diese Frau ein Stück weit kennen gelernt haben. Ich erinnerte mich daran, dass ich sie mal gefragt habe, was es wird und ob sie und ihr Mann schon einen Namen für das Kind haben. Das war ein sehr schöner Moment. Ich glaube, wenn werdenede Mütter diese Fragen gestellt bekommen, können sie nicht anders, das hat wahrscheinlich Gott in die Frau so reingelegt, dass sie einfach Freude in ihrem ganzen Wesen wiederspiegeln. Diese Freude habe ich auch in dieser Filippina, Christine, vor einigen Monaten gesehen. Obwohl die Beerdigung schon um 6 Uhr 30 morgens angefangen hat und wir das Haus um 5 Uhr 30 verlassen mussten, um zeitlich anzukommen, habe ich mich entschlossen mitzukommen, um auch mein Beileid auszudrückn. Und es war wirklich eine gute Entscheidung mitzugehen und solch eine Trauerfeier in einer anderen Kultur zu erleben. Hier auf den Philippinen, ist seit Jahrhunderten der Einfluss der katholischen Kirche imens. Das kommt durch die Spanier, die in der Geschichte hier hin gekommen sind und bis heute gibt es einige „Traditionen“, die einfach nicht abgeschafft werden (können), weil sie so tief und fest verankert sind. Ein Beispiel haben wir dafür auf der Beerdigung bekommen. Obwohl Christine undihre Mutter beide schon seit einigen Jahren Christen sind, haben auch sie darauf geachtet, dass der tote Leib des Kindes nie unbewacht ist. Der Grund dafür ist der Glaube an die Geister, der hier so stark verbreitet ist. Man sagt nämlich, dass wenn man den Leichnam alleine lässt, sein Geist andere Menschen belästigen wird. Wenn ältere Leute sterben, sollen die Enkelkinder des Verstorbenen sogar über den Sarg gereicht werden, damit sie nicht von dem Geist ihres Großvaters/ ihrer Großmutter belästigt werden. Doch das war noch nicht alles. Nach der Zeremonie, die für mich wirklich unglaublich war, geht wer immer möchte mit zum Friedhof, wo das Kind dann (begraben kann man nicht sagen) in seinem Sarg in ein kleines Zementhaus über der Erde geschoben wird und vor allen Augen vermaueren die Maurer dieses kleine Haus dann. (Die Leichen werden extra wegen den vielen Taifunen nicht begraben.) Viele Menschen, so hat es Jen mir bestätigt, kommen zu der „Beerdingung“ nur mit, weil es ein Brauch ist, dass danach Essen ausgeteilt wird.So kann es gut sein, dass viele Menschen da sind, die den Verstorbenen noch nicht einmal gekannt haben, aber die einen Profit rausschlagen wollen. Das stelle ich mir sehr schwer für die Familie und alle Trauernden vor. Ich habe erst geschrieben, dass ich die Zeremonie unglaublich fand. Ja, das war sie wirklich. Das erste was nämlich gemacht wurde, war, dass wir alle zusammen „Come, now is the time to worship“ (Komm/Kommt, jetzt ist die Zeit zum Anbeten) und „How great is our God“ (So groß ist unser Gott) gesungen haben. Da hab ich wirklich Gänsehaut bekommen. Was mir an diesem Tag nochmal wirklich deutlich wurde, ist die Schwere einer Beziehung zwischen einer Christin und einem Ungläubigen in der Ehe. Christine ist nämlich mit keinem Christen verheiratet und genauso auch ihre Mutter. Das ist hier, so glaube ich , ein wahres Problem, weil es so wenige gläubige Männer gibt. Christine wurde so oft von ihrem Mann alleine gelassen und sie hat sich noch in einem so schlechten gesundheitlichen Zustand befunden. Sie kam ja erst vor ein paar Tagen aus dem Krankenhaus! Und bis zum Ende habe ich nicht den Mann von ihrer Mutter Edna, also den Großvater des Kindes gesehen… Diese Situation schien wirklich schwer für die zwei ...

Some time ago we got the message that one of the Bukang Liwayway Ladies who has been pregnant lost her baby. This was really sad for us. I remember that we talked about her baby about 2 months ago and I noticed that she has had such a wonderful smile on her face when she said to me that she will get a son and her husband and her already have a name for him. So I decided to join Jen and Anneke when they left at 5: 30 to go to the funeral a few weeks ago. The funeral was also a good cultural experience for all of us. The Philippines are impacted a lot by the catholic church that has gotten this strong influence through the Spanish who came here many years ago. That’s the reason for many traditions that are still practiced even among the christians like Christine, the mother of the dead born child. She decided not to leave the corpse on its own because of the common belief that the baby’s ghost will bother other people when it is left on its own.

I was really impressed by the way they have helded the funeral. What we did first was singing “How great is our God” and “Come, now is the time to worship”. And what was really different to the funerals I attended in Germany was that the Philippinos don’t burry the corpses but they put them in their coffin into a small build cement house and during the funeral they close it with some more stones and other cement (The reason are for this are the taifuns). Because it is a tration that the family of the the dead serves food there are also people who just join the ceremony to get something to eat for free. That must be really hard on the people who lost a loved family member. The Philippinos have a different way of showing suffering, too. The only person who cried on the funeral was Christine, the mother and even she just cried one really short moment long. Most of the attending people made jokes, laughed and jumped around. That was so strange to me but Jen ensured me that they feel sad. This is just their way of showing. I also felt really sad for Christine because her husband has been rarely around and I think her father hasn’t even joined the funeral or the ceremony before. They don’t believe in Jesus Christ and I think that this brings lots of problems into their relationship. But sadly that is a problem that many christian ladys face here in Manila because there are much more female believers than male. And many female believers have already been married when they got Jesus Christ to know. But we can thank God that OMF/Bukang Liwayway has also special ministry on men and that there are already several men bible studys and house churches!

Mittwoch, 8. Dezember 2010

"I wanna be a billionaire!" / "Ich will ein Milliardär sein!"

Vor einigen Tagen bin ich mal wieder mit dem Jeepney nach Hause gefahren. Einige der Jeepneys spielen extrem laute Musik und in solch einen bin ich geraten. Auf einmal ertönten die Klänge eines Liedes, das ich schon einige Male zuvor gehört habe, aber das mich nicht so sehr ins Nachdenken gebracht hat wie an diesem Tag.

Das Lied heißt „I wanna be a billionaire!“ (zu deutsch: „Ich möchte ein Milliardär sein!“). Und da der Text in diesem Lied so leicht zu verstehen ist, musste ich irgendwie mehr als sonst darüber nachdenken und viele Bilder von den Dingen, die ich hier schon gesehen und erlebt habe, kamen in mir hoch. Ich musste daran denken, was ich denke, wenn ich diesen Text „I wanna be a billionaire!“ höre, nämlich „lächerlich, albern, uninteressant“. Aber nach all dem, was ich hier schon von den Menschen kennen gelernt habe, bedeutet es für sie etwas ganz anderes. So oft bin ich schon mit Anneke und Tamara durch die Stadt gelaufen und wann immer wir irgendwo eine lange Schlange gesehen haben, war es ein LOTTO Stand. Es nimmt einen wirklich mit, dass diese Menschen, die doch so schon so wenig haben, noch ihr Letztes durch LOTTO Scheine verlieren. Und so geht es mir auch immer, wenn ich zur Preschool nach Cogeo gehe. Um zur Preschool zu kommen, muss man erst durch den ganzen Slum laufen und da sehen wir jeden Tag wie Mütter und Väter von Kindern, die noch nicht einmal Kleidung am Leibe haben, ihre letzten Groschen beim Pokern verspielen. Alkohol gehört da leider auch immer dazu. Ja, es bricht einem wirklich das Herz, wenn man die Armut an den Kindern sieht. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so viele nackige Kinder gesehen, wie ich hier schon zu Gesichct bekommen habe. Wenn man im Urlaub mal so ein Kind sieht, schmulnzelt man, aber hier wir dadurch immer wieder die Armut wiedergespiegelt und statt zu schmunzeln, muss man sich die Tränen zurückhalten… Einmal wurde ich sogar gefragt, ob ich beim Pokern mal mitspielen will. Vielleicht haben sich die Frauen dadurch einen etwas größeren Gewinn erhofft – keine Milliarde wie in dem Lied, aber mindestens ein bischen mehr Geld….

Ja, und als ich dann an diesem Tag in diesem Jeepney auf dem Weg nach Hause war und wusste, dass es für mich in ein –für die Verhältnisse hier- großes Haus mit einem –für westliche Verhältnisse- vernünftigen Badezimmer und sauberem Trinkwasser und einem vollen Kühlschrank geht, musste ich nicht mehr lange nachdenken, um festzustellen, dass ich mit Abstand die reichste Person im Jeepney war. Und ich hatte gut lachen, über dieses so „lächerliche Lied“, dass jedoch für die Menschen um mich, die unter Arbeitslosigkeit bzw. ausbeutenden Arbeitsbedingungen, einer korrupten Regierung und einem Leben unter unmenschlichen Bedingungen, die Welt und das ewige Glück bedeutet…

Doch das ist der Grund, warum wir hier sind, um ihnen das wahre Glück in Jesus zu zeigen. Ich hoffe, dass das möglich ist, auch wenn das erste, das sie in uns sehen, Reichtum ist. Eigentlich müssten sie uns dafür verachten, dass wir ein so viel besseres Leben als sie führen dürfen. Doch statt das zu tun, werden wir, wo auch immer wir sind, bevorzugt und genießen besonderes Ansehen. Weiße Haut ist hier einfach total begehrt (das ist der Grund für das Seifensortiment, dass zu ca. 90 % aus Hautweißmachern besteht) und blaue Augen und blonde Haare einfach nirgends echt anzufinden und deswegen eine echte Sensation.

Ich hoffe, dass dieses besondere Aufmerksamkeit, die wir erlangen, dazu genutzt wird, auf einander zu zugehen, einander besser kennen zu lernen und gegenseitig zu helfen.





Some time ago I’ve taken the jeepney back home from Cogeo. As always the jeepney driver has turned on extremly loud music. And one song he played was “I wanna be a billionaire!”. Acctually I already have heard this song before. But this time I listened to it in another way. I watched the people sitting around me and have had this main phrase of the song in mind “I wanna be a billionaire!”. For me it was just something to smile about because becoming a billionaire seems so redicilous in my mind. But since I am here I noticed that Filipinos I’ve seen really believe in it. They face unemployment or unfair working conditions, corruption of the government and have to live under unhuman conditions. This is the reason for this huge line in front of every LOTTO place

and all the people sitting around with their friends, family members and neighbours to gamble and enjoy drinking alcohol while their children need to spend time outside without being covered by any cloth. But instead of becoming a little richer (sorry, for using the word “rich” that is absolutly wrong) they have less to live from and their suffering increases.


I really hope and pray that God works through us and gives them new hope, joy and a new life, so that they don’t need to believe in becoming a billionaire but a child of God who is even richer than a billionaire can ever be!